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Genforschung im Überblick

Was ist Genetik?

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Die Genetik ist ein Teilgebiet der Biologie und befasst sich mit der Weitergabe von Erbinformationen. Diese erfolgt mithilfe von Genen. Die Gesamtheit der Gene eines Organismus nennt man Genom. Betrachtet man das menschliche Genom, so findet man 23 Chromosomenpaare, die wiederum aus einer langen Abfolge von Basenpaaren bestehen. Diese Abfolge von Basenpaaren bezeichnet man aufgrund ihrer chemischen Struktur auch als DNS, Desoxy-Ribonuklein-Säure, auf englisch DNA, wobei das „A“für acid steht, der englische Begriff für Säure. Die DNS ist der Bauplan für die Proteine, die der Organismus benötigt. Eine Aufgabe der Genetik ist die Analyse von Genen.


DNS-Analyse
Dazu gibt es verschiedene Techniken. Wichtig ist dabei, die DNS aus der Zelle zu isolieren und die zu untersuchenden DNS-Stücke zu vervielfältigen. Die Methode, mit der das geschieht, nennt man Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR (polymerase chain reaction). Hat man genügend DNS-Stücke vorliegen, kann man sie so spalten, dass sich anschließend die Basenfolge ablesen lässt. Darüber hinaus befasst sich die Genetik mit der Vererbung von Genen. Zum einen wird untersucht, wie die Gene vererbt werden, zum anderen, welche Art von Erbinformation vererbt wird, da neben der DNS, die sich in den Zellkernen befindet auch noch die DNS der Mitochondrien, spezieller Zellorganellen, verfügbar ist.


Genetisch bedingte Erkrankungen

Ein weiterer Fachbereich der Genetik umfasst die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen sowie die genetische Beratung für Betroffene. Häufig sind die Ursachen genetische Mutationen, das heißt, ein Gen verändert sich im Laufe der Zeit, bei der Keimzellenbildung oder bei der Neukombination von väterlichen und mütterlichen Genen in der Eizelle. Beispiele für Erbkrankheiten sind unter anderem Albinismus (ein bekanntes Beispiel ist der Schlagersänger Heino), Mukoviszidose, Chorea Huntington, die Bluterkrankheit oder die Rot-Grün-Blindheit. Krankheiten, bei denen nur eine genetische Disposition vorliegt, sind zum Beispiel Alzheimer, Depression oder Osteoporose.